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| Sammath |
| „Dodengang” | | CD | Folter Records 2006 |
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| In Australien geboren, nach Holland umgesiedelt, derzeit wohnhaft in god old Germany und Black Metal skandinavischer Prägung zum Besten gebend – das ist Weltbürger Jan Kruitwagen, Kopf von Sammath und, von den Drums abgesehen, alleinverantwortlich für die Rundumversorgung seines bereits seit 1994 existierenden Projektes, das mit „Dodengang“ seinen dritten Langspieler vorlegt. Auf diesem kommt erstmalig ein leibhaftiger Drummer, Kollega Koos Bos nämlich, zum Einsatz, der die teils recht vertrackten Kompositionen von Meister Kruitwagen denn auch mit Brachialgewalt umzusetzen weiß. Was selbstredend kein leichtes Unterfangen gewesen sein dürfte, wirken die Riffarrangements doch gern wie ein wildgewordner Panzer mit nur einer Kette, der unsteuerbar durch die Schützengräben in Feindesland tobt. Und genau dort, im Kriegsgebiet also, fühlt sich „Dodengang“ auch am wohlsten, was durch diverse Gewehrfeuer-Samples sowie durch Liedtitel wie „Imminence, War, Death“ oder, hail Großvati, „Stalingrad“ eindeutig belegt wird. Dennoch wohnt jedem der sieben Songs (plus belanglosem Intro) eine gewisse Dramatik inne, die einerseits geschuldet ist dem steten Wechsel zwischen ab und an mit Death-Metal-Anleihen versehenen Donnerparts und fetzig groovenden Midtempo-Passagen, und die andererseits ein angenehmes, wenngleich oft überinterpretiertes und daher gern wie Stückwerk wirkendes Gespür für Melodieführung aufweist. Doch hat sich der geneigte Panzerfahrer erst einmal ans turbulente Querfeldein gewöhnt, wird die Fahrt – nachdem sie mit dem feinen zweiten Teil vom Titeltrack bereits ordentlich Auftrieb gewann – gegen Albumende hin sogar richtig spannend, denn die Songs „Oblivion“ und vor allem „Merciless“ walzen mit solch verquerer Herrlichkeit durch die Schützengräben, dass die schlotternden Gefreiten dem Kanonenfutterheldentod förmlich entgegenfiebern. Etwas Futter aber hätte auch dem Sangesorgan von Dodenvater Jan gut getan, denn sein heiseres Krächzen kommt auf Dauer über den Status der Grundausbildung nicht hinaus. Bloß gut, dass der Gesang, der hin und wieder durch tiefere Growls unterstützt wird, nicht vordergründig ins Kriegsgelärm gemischt wurde, sondern wirkt wie im Granatennebel aufgenommen. – Alles in allem jedoch ist „Dodengang“ ein hörenswertes Album, das zwar Muse für über-, unter- und nebenstrukturierten Black Metal voraussetzt, das dafür aber mit überbordender Rasanz ins Schlachtfeld führt. |
| Wertung: 7 |
19.03.2007 | [Hades] |
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