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| 7iEBEN |
| „Rock|Show” | | CD | Eigenproduktion 2006 |
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| Die Rock-Gilde von 7iEBEN schenkt uns Musik, im wahrsten und eigentlichen Sinne des Wortes: Das Online-Release der 12 Songs der „Rock|Show“, dem mittlerweile dritten Langspieler der Band, fand zwar bereits am 16. Juni 2006 statt, doch noch immer kann sich der geneigte Hörer das gute Stück unter www.7iEBEN.de kostenlos (aber selbstverständlich nicht umsonst) runterladen; zum Download des Albums gehört übrigens ein großartiges E-Booklet, das gleichzeitig als Player fungiert und alles enthält, was der Hörer über Band und Platte wissen muss... Doch auch dem geschenkten Kaltblut sollte man mal aufs Zäpfchen fühlen, weshalb gilt: Ohren auf! Und fangen wir gleich mit der zweiten Hälfte der „Rock|Show“ an, die nahtlos ans Vorgängeralbum anschließt und sechs Live-Songs präsentiert, wobei derer vier vom besagten zweiten 7iEBEN-Album „Gut zu wissen“ stammen. Aufgenommen wurde auf den Brettern der Region (Hafenstraße Meißen und Titty Twister Dresden), womit demonstriert wird, dass es auch und gerade live ordentlich zur Sache geht. Also, nischt wie hin zum nächsten Konzert, werte Hard- und Stoner-Rock-Gemeinde! – Und wer dann noch nicht begriffen hat, was die Dresdner Buben unter Rock verstehen, dem liefern sechs Studio-Tracks, mithin der „Rock|Show“-Opener die „Definition von Rock“. Diese ist zwar nicht allgemeingültig, denn schließlich ist jede Definition ja auch nur eine Möglichkeit – trotzdem kann man bedenkenlos zustimmen. Was hier aus den Membranen pumpt, sind rockig-griffige Songs; Songs, die hängen bleiben, wenn auch nicht gleich beim ersten Mal. Kein bisschen simpel, wohl aber prahlend, gar protzend bisweilen und auch pathetisch, aber das macht’s aus. Handwerklich großartige Passagen, mal geradeaus mit der Keule im Anschlag, mal verspielt, mal herrlich klagend. Herausragend die Ballade „Sag nichts“, die so dynamisch ist wie der Lauf der Wildkatze „Unter Löwen“. Die Songs werden förmlich zelebriert, wozu selbstverständlich auch saftige Gitarrensoli gehören – hier zeigt der saitenvernarrte Obermusikus Peter Lemke, was er gelernt und gelebt hat. Zudem begeistert Frontmann Meißelbachs ausdrucksstarke Stimme, die die Musik von 7iEBEN ebenso unverwechselbar macht wie das Cello, das den grandiosen Sound des Albums perfekt unterstreicht („Gedanken an (II)“). Die Texte sind bis auf wenige Passagen in schönem Deutsch gehalten, was es dem Einen wohl einfacher macht zu verstehen, was dem Anderen aber vielleicht sauer aufstößt, weil er, endlich, interpretierend hinter die Dinge blickt („Don Juan“), hehe. Aber das ist es nun mal, was die Platte auszeichnet: Grundehrlich und ohne Maske, mit massig Spaß am Spiel und auch der Lust, mal kurz den Piephahn zu zeigen. Aber sei’s drum, hier geht’s schließlich um Rock und nicht ums Bummi-Heft! – Fazit: Um 7iEBEN kommt man in der hiesigen, aufstrebenden Musikszene nicht herum. Die Jungs können es, das hört man. Und sie haben noch Großes vor sich, auch das hört man. Die Platte macht Spaß und Lust auf mehr und vor allem auf Live-Erlebnisse mit 7iEBEN. Was jedoch die Zukunft bringt, darauf darf man mehr als gespannt sein, müssen die Jungs doch den berufs- und gesundheitsbedingten Ausstieg von Gitarrero und Mastermind Herrn Dr. Lemke sowie den endgültigen Verzicht aufs Cello verkraften (s. Interview Abditus Vultus #4). Wünschen wir ihnen das Beste; tapfer bleiben! In diesem Sinne: Rock on! |
| Wertung: 9 |
18.03.2007 | [Alias] |
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Kontakt 7iEBEN: www.7ieben.de |
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